Lange und arbeitsintensive Monate liegen hinter uns. Mit umso größerer Freude möchten wir Ihnen heute die Ergebnisse der vergangenen Entwicklungen präsentieren und das ab sofort verfügbare Update 2025.04 der INM kommunalen Klimastrategie mit Fokus auf INM Management vorstellen.
Virtuelle Zähler 2.0 – Medienübergreifende Berechnungen
Virtuelle Zähler sind seit vielen Jahren fester Bestandteil von INM Management und in der Praxis ein wichtiges Hilfsmittel, um eine gebäudescharfe Bilanzierung zu gewährleisten, wenn physische Zähler fehlen oder in anderen Gebäuden verortet sind. Gerade in Hinblick auf erneuerbare Energien gab es jedoch in der Vergangenheit vermehrt Fälle und Lücken, die sich mit dem bisherigen System nicht abbilden liesen. Dies betrifft vor allem medienübergreifende Berechnungen. Wir haben daher das bestehende Konzept hinterfragt und unter Berücksichtigung bisheriger Erfahrungen aus der Praxis vollständig überarbeitet. Zusammengefasst ergeben sich folgende Änderungen:
- Abkehr vom bisherigen Operator-Konzept: Summen und Differenzen sind gemischt innerhalb eines einzelnen virtuellen Zählers möglich
- Anteile können direkt bei einbezogenen Zählern angegeben werden; der bisherige Operator «Anteilszähler» entfällt
- ein Wirkungsgradfaktor, welcher sich lediglich auf den Verbrauch, nicht aber auf Kosten & Emissionen auswirkt, kann bei jedem einbezogenen Zähler angegeben werden, nicht, wie bisher, nur bei virtuellen Erzeugungszählern
- der bisherige Operator «Kosten- und Emissionsumlage» wurde als Möglichkeit zur „Kosten- & Emissionsberechnung“ umgewandelt, sodass hierfür kein separater virtueller Zähler mehr erstellt werden muss
- es können medienübergreifende Berechnungen durchgeführt werden; die bisherigen Restriktionen wurden entfernt
- Faktoren (Anteil & Wirkungsgrad) sind um Änderungen erweiterbar, welche ab einem angegebenen Zeitpunkt in Kraft treten
- die Berechnungslogik wurde vollständig überarbeitet und umfasst effizientere Algorithmen zur Erkennung von notwendigen Neuberechnungen, Zirkeln, etc.
- Neue Trigger zur Neuberechnung virtueller Zähler:
- bei Änderungen von Verknüpfungen eines Zählers mit Energielieferantenverträgen, insofern dieser Vertrag benutzerdefinierte Brennwerte enthält
- bei Änderungen von Tarifinformationen eines Vertrages, insofern dieser Vertrag benutzerdefinierte Brennwerte enthält

Durch die Umgestaltung schließen wir die Lücke, dass medienübergreifende Operationen nicht möglich sind. Die Anzahl der virtuellen Zähler kann nun außerdem gering gehalten werden, da unnötige Zwischenzähler entfallen (können).

Für Sie ergibt sich kein Handlungsbedarf, da virtuelle Bestandszähler auf das neue Datenformat überführt wurden. Sollten Sie jedoch in der Vergangenheit auf Fälle gestoßen sein, die Sie bisher nicht abbilden konnten, schauen Sie sich die Neuerungen sehr gern an.
Zähler-Labels
Im Hinblick auf Auswertungsmöglichkeiten erhielten wir in der Vergangenheit oft Anfragen, ob es möglich ist, bspw. Brunnen, Kläranlagen o.Ä. zu bilanzieren. Da die Liste beliebig erweitert werden kann, haben wir uns für eine generische Unterstützung entschieden, die möglichst viele Fälle abdeckt. Hierfür möchten wir Ihnen die neuen Zähler-Labels vorstellen.

Zähler-Labels dienen als eine Art Kategorie, in der Zähler zusammengefasst werden können. Labels können auf Ebene des Untersuchungsraumes frei definiert werden. Danach können konkrete Zähler mit diesen verknüpft werden («Weitere Aktionen»). Die offenen Ablesungen sowie verschiedene Schnellauswertungen ermöglichen die Filterung nach Labels. Dies umfasst bisher:
- Zählerstandsliste
- Benutzerdefinierte Diagramme
- Tankfüllstandsübersicht

Performance
Uns ist es stets ein großes Anliegen, dass Sie unsere Software im Alltag bestmöglich unterstützt. Lange Wartezeiten sind hier eher hinderlich. Es liegt in der Natur der Sache, dass manche Berechnungen etwas länger dauern, je nach gewählter Auswertung und Größe der Kommune. Dennoch optimieren wir auch Bestandsfunktionalitäten von Zeit zu Zeit, um wachsenden Anforderungen und größeren Kommunen gerecht zu werden. So haben wir bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, verschiedene Performance-Optimierungen vorzunehmen. Dies betrifft in diesem Fall vor allem die Ladezeiten von Zählerlisten, offene Ablesungen sowie die Berechnung von Berichten.
Durch eine verbesserte Datenhaltung im Hintergrund sowie verbesserte Algorithmen, z.B. zur Ermittlung von Problemen bei den Vertragsverknüpfungen, konnten wir die Wartezeiten teilweise drastisch reduzieren. Hier profitieren vor allem große Kommunen mit einer hohen Anzahl an Gebäuden und Zählern. Hervorzuheben ist in diesem Fall die Berichtserstellung, welche in vielen Fällen auf ein Drittel der bisherigen Zeit reduziert werden konnte.
Asynchrone Berichtserstellung
Berichte werden jetzt im Hintergrund erstellt. Das bedeutet, dass Ihre Anfrage an unsere Server gesendet wird und Sie sofort eine Bestätigung erhalten – ohne warten zu müssen, bis die Berechnung abgeschlossen ist. Besonders bei großen Untersuchungsräumen kann die Berechnung länger dauern. Vorher konnte es im schlimmsten Fall passieren, dass die Anfrage abbrach und Ihre Eingaben verloren gingen. Mit der neuen Methode bleibt Ihre Konfiguration erhalten, selbst wenn ein Fehler auftritt. Sobald der Bericht fertig berechnet wurde, steht er zum Download zur Verfügung.
Weitere nennenswerte neue Funktionen
Neben den genannten Highlights haben wir wieder viele Änderungen im Detail vorgenommen. Einige nennenswerte Funktionen wollen wir im Folgenden betrachten.
QR-Codes
QR-Codes können für den gesamten Untersuchungsraum per Klick als Zip-Archiv heruntergeladen werden. Hierfür haben wir auf der Startseite Ihres Untersuchungsraums den neuen Bereich «Werkzeuge» geschaffen.

Zähler
Beim Zähler haben wir eine Option hinzugefügt, um die Kosten- & Emissionsberechnung zu deaktivieren. Dies ist vor allem für Zähler sinnvoll, die physisch vorhanden sind, aber nicht mit eigenen Verträgen verknüpft werden sollen. Somit werden in der Folge auch keine Warnungen angezeigt, dass es Fehler bei den Vertragsverknüpfungen gibt.

Mehr Transparenz bei Auswertungen
Bei den Schnellauswertungen geben wir am Ende der Darstellungen eine Liste der Zähler aus, welche zu den Filtereinstellungen passen und an die Berechnungs-Engine übergeben wurden. In der Vergangenheit gab es ab und an Nachfragen, dass die Ergebnisse nicht mit den Erwartungen übereingestimmt haben. Häufig lag es dann jedoch an einer gewählten Konfiguration, die weitere Zähler unbewusst einbezogen hat. Die neue Ergebnisdarstellung soll hier mehr Transparenz schaffen.
Weiteres
- Offene Ablesungen: ein neuer Filter für den Ablesezyklus ermöglicht es, zu erkennen, ob beispielsweise alle jährlich abgelesenen Zähler vollständig erfasst wurden
- Schnellauswertung «Straßenbeleuchtung»: die Anzahl der Vorjahre ist konfigurierbar (max. 10 Jahre)
- Erstbefüllung via Excel: Bestandsgebäude werden erkannt und nicht erneut angelegt
- …darüber hinaus viele viele Anpassungen und Fehlerkorrekturen im Detail 🙂
Wir wünschen Ihnen sehr viel Freude und ein produktives Arbeiten mit den neuen Funktionen und freuen uns über Ihr Feedback.
Sie wollen mehr erfahren?
Um Ihnen einen Einblick in die Neuerungen der virtuellen Zähler zu geben, laden wir Sie recht herzlich zum Webinar «Virtuelle Zähler 2.0 – Einführung und Praxisbeispiele» am 13.05.2025 um 10:00 Uhr ein. Wir stellen Ihnen die Funktionsweise vor und erläutern anhand ausgewählter Szenarien die verschiedenen Möglichkeiten. Die Anmeldung ist über den internen Bereich unserer Services möglich oder direkt über folgenden Link:
Wir freuen uns, Sie als Teilnehmer begrüßen zu dürfen.