Pünktlich zum Beginn der Heizperiode steht Update 2026.10 der INM kommunalen Klimastrategie bereit. Passend dazu lassen sich Berichte nun auch über die Heizperiode erstellen. Neu sind außerdem das Benachrichtigungscenter und die Gebäudeakte, dazu kommen ein überarbeitetes Design der Berichte und zahlreiche Erweiterungen in den Schnellauswertungen. Was sich im Einzelnen geändert hat, lesen Sie in diesem Beitrag.
Berichtswesen
Die Berichte haben ein überarbeitetes Standard-Design erhalten. Tabellen und Diagramme sind klarer gegliedert und besser lesbar. Die Jahre stehen in den Tabellen nun untereinander statt nebeneinander. Das schafft Platz, sodass ein Bericht jetzt bis zu 10 Vorjahre ausgeben kann.
Berichte über die Heizperiode
Mit dem letzten Update konnten Berichte erstmals für Quartale, Halbjahre oder benutzerdefinierte Zeiträume erstellt werden. Diese Zeiträume mussten bisher aber innerhalb eines Kalenderjahres liegen. Gerade der Zeitraum, der für den Wärmeverbrauch am wichtigsten ist, ließ sich so nicht abbilden: die Heizperiode über den Jahreswechsel.
Das ist nun möglich. Beim Erstellen eines Berichts steht der neue Zeitraum-Typ «Heizperiode» zur Auswahl. Er ist mit Oktober bis März vorbelegt, die Monate können Sie bei Bedarf anpassen. Auch ein benutzerdefinierter Zeitraum darf jetzt über den Jahreswechsel gehen, indem Sie einen Startmonat wählen, der nach dem Endmonat liegt.
Im Bericht werden solche Zeiträume mit beiden Jahren benannt, zum Beispiel «Oktober–März 2025/26». Verglichen wird immer mit demselben Zeitraum der Vorjahre bzw. des Basisjahres, also Heizperiode mit Heizperiode. Die Witterungsbereinigung berücksichtigt dabei genau die Monate des gewählten Zeitraums. In den Gebäudeberichten zeigen die Monatsdiagramme die zwölf Monate bis zum Ende der Heizperiode, sodass auch der Sommer davor sichtbar ist.
Basisjahr wird konkret benannt
In den Tabellen und Diagrammen der Berichte stand in der Vergleichsspalte bisher nur «Basisjahr». Welches Jahr dahintersteckt, musste man in der Einleitung des Berichts nachlesen. Jetzt steht es direkt in der Spalte: bei einem einzelnen Basisjahr das Jahr selbst, etwa «2020», und bei einer Spanne von Basisjahren der Durchschnitt, etwa «Ø 2020–2022».
Bei Berichten über einen Teil des Jahres wird der Zeitraum mit genannt, zum Beispiel «Q1/2020» oder «Ø 10–03 2020/21–2022/23» für die Heizperiode. So ist erkennbar, dass nur dieser Zeitraum verglichen wird und nicht das ganze Jahr. Das gilt für alle Berichtstypen.
Auswertung nach Gebäudetypen
Der gebäudeübergreifende Bericht und die Zusammenfassung für Entscheidungsträger werten Verbräuche, Kosten und Emissionen nun auch nach Gebäudetypen aus, getrennt nach Medium. So sehen Sie auf einen Blick, wie sich zum Beispiel Schulen, Verwaltungsgebäude oder Sporthallen entwickelt haben, einschließlich der Veränderung gegenüber dem Basisjahr bzw. Vorjahr.
Weitere Neuerungen in den Berichten
- Der gebäudeübergreifende Bericht listet in der Einleitung die berücksichtigten Gebäude mit ihren Flächen und den Energieträgern für Wärme. Neu ist Kapitel 3 mit einer detaillierteren Auswertung des Vebrauchs der einzelnen Medien.
- Den Energiepreis (in Cent pro Verbrauchseinheit) und den daraus abgeleiteten Preisindex berechnen wir jetzt aus den gesamten Kosten einschließlich Grundpreisen und Gutschriften statt nur aus den verbrauchsabhängigen Kosten. Damit lassen sich die Preise im Bericht direkt aus den ausgewiesenen Kosten und Verbräuchen nachrechnen. Werte älterer Berichte sind mit neu erzeugten nur eingeschränkt vergleichbar.
- Nutzen einzelne Gebäude eine eigene Wetterstation statt der des Untersuchungsraums, so weist der Anhang des Berichts diese aus.

Benachrichtigungscenter
Wer mit mehreren Personen an einem Untersuchungsraum arbeitet, möchte wissen, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. Dafür gibt es jetzt das Benachrichtigungscenter. Sie erreichen es über die Glocke auf der Seite des Untersuchungsraums. Eine Zahl an der Glocke zeigt, wie viele neue Einträge es gibt.
Das Benachrichtigungscenter umfasst zum Start zwei Bereiche:
- Ereignisse & Vorfälle: neu angelegte Ereignisse und Vorfälle in den Gebäuden und Gemeindeteilen.
- Messwerte: neu erfasste Zählerstände und Verbräuche, zum Beispiel aus der Smartphone-App.
Zu jedem Eintrag sehen Sie, wo er hingehört (Gemeindeteil, Gebäude, Zähler), wer ihn wann erstellt hat, und gelangen mit einem Klick direkt dorthin. Neue Einträge sind markiert und stehen getrennt von denen, die Sie bereits gesehen haben. Das Benachrichtigungscenter ist für alle Benutzer mit Vollzugriff auf den Untersuchungsraum sichtbar.
Passend dazu haben Ereignisse & Vorfälle eine eigene Detailseite erhalten, die alle Angaben zu einem Eintrag auf einen Blick zeigt.

Gebäude
Die neue Gebäudeakte
Jedes Gebäude hat jetzt eine Gebäudeakte. Sie finden sie auf der Gebäudeseite unter «Module & Bereiche». Dort können Sie festhalten, was Sie über das Gebäude wissen sollten und wofür es bisher keinen passenden Platz gab.
Die Gebäudeakte besteht aus zwei Teilen:
- Notizen sind ein freier Text zum Gebäude, zum Beispiel Absprachen mit den Nutzern oder der Zugang zu den Technikräumen. Notizen sind intern und erscheinen in keiner Auswertung.
- Besonderheiten sind kurze Hinweise, die erklären, warum die Werte eines Gebäudes vom Erwarteten abweichen, zum Beispiel eine Hausmeisterwohnung, die über die Zähler des Gebäudes mitversorgt wird, ein externer Funkmast am Stromzähler oder eine PV-Anlage mit Eigennutzung. Eine Besonderheit kann für ein einzelnes Medium oder für alle Medien gelten und bei Bedarf zeitlich begrenzt werden. Besonderheiten erscheinen in den Auswertungen direkt beim Gebäude, damit jeder, der die Zahlen liest, die Erklärung gleich mit sieht.
Besonderheit oder Ereignis & Vorfall? Beide erklären auffällige Werte, sind aber für unterschiedliche Fälle gedacht. Ein Ereignis oder Vorfall ist etwas, das passiert ist: ein Rohrbruch, eine Sanierung, ein Zählertausch. Es hat ein Datum und erklärt die Werte genau dieses Zeitraums. Eine Besonderheit beschreibt dagegen, wie das Gebäude ist. Sie gilt in der Regel dauerhaft und erklärt die Werte des Gebäudes insgesamt. Als Faustregel: Ist etwas vorgefallen, legen Sie ein Ereignis an. Ist das Gebäude grundsätzlich anders als andere, hinterlegen Sie eine Besonderheit.
Baujahr wird berücksichtigt
Ist für ein Gebäude ein Baujahr hinterlegt, so gehen Fläche und Nutzeranzahl in den Jahren davor mit 0 in die Berechnungen ein. Ein Neubau aus dem Jahr 2025 erscheint damit in einem Bericht für 2024 oder im Basisjahr nicht mehr mit seiner vollen Fläche. Die Angabe des Baujahrs bleibt optional.
Witterungsbereinigung
Die Grundlage der Witterungsbereinigung haben wir vollständig erneuert. Die Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes werden nun noch sorgfältiger aufbereitet, insbesondere dort, wo einer Station einzelne Messwerte fehlen. Die Bereinigung wird dadurch genauer und verlässlicher. Für Sie bedeutet das: Witterungsbereinigte Werte können sich gegenüber früheren Auswertungen geringfügig verändern. Das ist kein Fehler, sondern das Ergebnis der verbesserten Datengrundlage.
Auch bei der Auswahl der Wetterstation sehen Sie jetzt besser, worauf Sie sich verlassen können:
- Die Suche erfolgt über die Postleitzahl und zeigt die Stationen im Umkreis mit ihrer Entfernung und Höhenlage.
- Zu jeder Station ist die Datenqualität angegeben und erläutert, etwa ob das langjährige Mittel vollständig vorliegt. Standardmäßig werden nur Stationen angeboten, die für die Witterungsbereinigung nutzbar sind.
- Fehlen einer Station einzelne Messwerte, ist nachvollziehbar, wie viele es sind und dass sie aus dem langjährigen Mittel ergänzt wurden.
- Liefert eine gewählte Station keine Daten mehr, weisen wir Sie auf der Seite des Untersuchungsraums bzw. am Gebäude darauf hin, damit Sie eine andere Station wählen können.

INM Monitoring-Integration in INM Management
Wer Zähler telemetrisch über INM Monitoring abliest, findet sich mit diesem Update deutlich schneller zurecht.
Bisher zeigte INM Management jeden abgelehnten Messwert als einzelnes Systemereignis, Nacht für Nacht aufs Neue. Daraus wurden schnell hunderte Einträge, in denen das eigentliche Problem unterging. Jetzt sehen Sie stattdessen, welche Zähler aktuell keine Werte erhalten: eine Zeile je Zähler, mit der Ursache und den betroffenen Stichtagen. Das Dashboard nennt die Zahl der betroffenen Zähler, und von jedem Eintrag gelangen Sie direkt zum Zähler, zu seinen Eingabedaten oder zum Kanal in INM Monitoring. Ist die Ursache behoben, verschwindet der Zähler nach dem nächsten Import von selbst aus der Liste, ohne dass Sie etwas abhaken müssen.
Beim Verknüpfen eines Zählers bietet INM Management nur noch Kanäle an, die auch wirklich passen: gleiches Medium, gleiche Einheit. Die Kanäle des eigenen Gebäudes stehen ganz oben, und über das neue Suchfeld finden Sie einen Kanal auch über Gebäude, Gateway oder Zusatzangaben des Kanals. Hat ein Kanal eine andere Einheit als der Zähler, sagt Ihnen die Seite genau das, statt ihn kommentarlos auszublenden. Vor dem Verknüpfen fasst ein kurzer Dialog zusammen, welcher Kanal mit welchem Zähler verbunden wird.
Schnellauswertungen
Die Übersichtsseite der Schnellauswertungen haben wir neu gestaltet: Statt einer langen Tabelle finden Sie die Auswertungen nun als Kacheln, nach Themen gruppiert und jeweils mit einer kurzen Beschreibung.
Die Ergebnistabellen lassen sich jetzt per Klick auf die Spaltenüberschrift auf- und absteigend sortieren. Damit das über alle Gemeindeteile und Gebäude hinweg funktioniert, zeigen die Listen ihre Ergebnisse in einer durchgehenden Tabelle mit nur einer Kopfzeile. Außerdem haben wir die Besonderheiten aus der Gebäudeakte sowie die Ereignisse & Vorfälle an vielen Stellen integriert.
Eine Zusammenfassung der Anpassungen finden Sie im Folgenden:
- Zählerverbrauchsliste (neu):
- Die neue Schnellauswertung listet den Jahresverbrauch jedes Zählers für ein wählbares Jahr und ist an die Zählerstandsliste angelehnt.
- Der Verbrauch lässt sich nach unten und oben eingrenzen. So finden Sie zum Beispiel schnell alle Verbrauchsstellen innerhalb einer bestimmten Größenordnung.
- Zählerstandsliste:
- Wir haben einen Filter für den Energieträger ergänzt.
- Wir haben einen Filter für die Zählerebene ergänzt (Hauptzähler, Unterzähler).
- Wir haben einen Filter für die Kosten- & Emissionsberechnung ergänzt. Damit finden Sie auch Zähler, die am Stichtag mit keinem Vertrag verknüpft sind.
- Wir haben einen Filter für die Berücksichtigung im Berichtswesen ergänzt.
- Kennwerte-Ranking:
- Es gibt eine neue Spalte «Art der Nutzung».
- Ein Info-Symbol hinter dem Gebäudenamen zeigt die Besonderheiten des Gebäudes.
- Kosten-Verbrauchs-Portfolio und Strom-Wärme-Diagramm:
- Auch hier zeigt ein Info-Symbol hinter dem Gebäudenamen die Besonderheiten des Gebäudes.
- Gebäudeentwicklung:
- Ereignisse & Vorfälle werden in der Auswertung angezeigt, ebenso in der Entwicklung des einzelnen Gebäudes.
- Die Besonderheiten stehen unter dem Namen des jeweiligen Gebäudes.
- Beim Export können die Besonderheiten als optionale Datenreihe ausgewählt werden.
- Ereignisse & Vorfälle:
- Der Zeitraum kann sich wahlweise auf die Gültigkeit des Ereignisses oder auf die Erstellung des Eintrags beziehen.
- Es gibt eine neue Spalte «Erstellt am», auch im Export.
- Maßnahmenplan:
- Priorität, Zeitraum, Erstellungsdatum und Status stehen in eigenen Spalten und sind damit sortierbar.
Weitere Neuerungen und Anpassungen im Überblick
- Bei Lieferantenverträgen können Sie optional die Kundennummer und die Vertragsnummer hinterlegen.
- Verträge lassen sich über das Suchfeld auf der Startseite des Untersuchungsraums sowie in der Übersicht der Energielieferanten suchen, nach Name, Kundennummer oder Vertragsnummer.
- Den QR-Code-Download für alle Zähler des Untersuchungsraums finden Sie jetzt im Einstellungsmenü (Zahnrad).
- Schnellauswertung Instandhaltung: Geplante Wartungen und Prüfungen werden jetzt anhand des hinterlegten Zyklus auch in kommende Jahre projiziert, sodass Sie den gesamten Plan eines Jahres auf einen Blick sehen und rechtzeitig vorausplanen können.
- Zahlreiche Leistungsverbesserungen und Fehlerkorrekturen runden das Update ab.
Probieren Sie die neuen Funktionen gern aus und sagen Sie uns, was Ihnen im Alltag hilft und was noch fehlt. Viele der Neuerungen in diesem Update gehen direkt auf Ihre Hinweise zurück, und auch für die kommenden Monate bestimmen Ihre Rückmeldungen maßgeblich, woran wir arbeiten.

